Hidden Champions: Digitalisierung wächst mit dem Unternehmen – mit Philipp Utz, Vorstand UZIN UTZ
Shownotes
Wie entsteht Digitalisierung im Mittelstand wirklich? Welche Rolle spielen Daten, KI und internationale Zusammenarbeit für nachhaltiges Wachstum? Und warum ist der wichtigste Schritt oft einfach anzufangen?
In dieser Hidden-Champions-Spezialfolge spricht Stephan Brust mit Philipp Utz, Vorstand von UZIN UTZ, und Andreas Baresel, CEO von DATAGROUP. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die digitale Transformation eines international erfolgreichen Familienunternehmens und zeigen, wie Digitalisierung Schritt für Schritt im laufenden Geschäft entsteht.
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen aus mehr als zehn Jahren Digitalisierung, der Weg zur Data Driven Company sowie konkrete KI-Anwendungsfälle aus Marketing, Logistik und Produktentwicklung. Die Gesprächspartner erläutern, warum Datenqualität heute wichtiger denn je ist, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden auf die KI-Reise mitnehmen und weshalb Mut zum Ausprobieren oft wichtiger ist als der perfekte Plan.
Eine Folge über Wachstum, Pragmatismus, internationale Zusammenarbeit und die Chancen von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand.
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Über DATAGROUP DATAGROUP ist eines der führenden deutschen IT-Service-Unternehmen. Rund 4.000 Mitarbeiter*innen an Standorten in ganz Deutschland konzipieren, implementieren und betreiben IT-Infrastrukturen und Business-Applikationen. Mit ihrem Produkt CORBOX ist DATAGROUP ein Full-Service-Provider und betreut für mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber deren IT-Arbeitsplätze weltweit. DATAGROUP wächst organisch und durch Zukäufe.
Mehr Informationen findest du auf unserer Website: www.datagroup.de Folge und auch gerne auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/datagroup-se
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben dann alle Abteilungsleite hier am Standort in Ulm eingeladen, unter Anleitung und Moderation sich mal Gedanken zu machen.
00:00:07: was könnten sie denn?
00:00:08: Zu KI US Cases sein.
00:00:10: Und da kamen ganz interessante Ansätze heraus.
00:00:29: Ja herzlich willkommen zu einer neuen Folge unserer Sonderserie Hitten Champions.
00:00:33: heute zu Gast!
00:00:34: Philipp Utz, Vorstand von UZIN-UZ einem international erfolgreichen Familienunternehmen und Komplettanbieter für Bodensysteme mit Hauptsitz in Ulm.
00:00:43: Das Unternehmen hat sich vom regionalen Klebstoffhersteller zu einem internationalen Konzern mit mehr als tausend Fünfhundert Mitarbeitern entwickelt der Lösungen für Estrich Boden Fliesen und Paket anbietet.
00:00:56: Gemeinsam mit Andreas Barrezel, CEO von Datagroup sprechen wir heute darüber wie Digitalisierung im Mittelstand häufig wirklich entsteht denn nicht unbedingt auf dem Reisbrett sondern mitten im Wachstum im Tagesgeschäft Crow on the Go wie man so schön sagt.
00:01:11: es geht um pragmatische Entscheidungen, um Learnings aus der Praxis um den Weg hin zur Data Driven Company und natürlich um die Frage Wie KI heute bereits echten Mehrwert für mitarbeitende Prozesse und Kundenschaft.
00:01:23: Viel Spaß!
00:01:24: Mit einer neuen Folge von Hinten Champions.
00:01:31: Herzlich Willkommen Philipp.
00:01:33: Hallo Andreas, schön dass ihr dabei seid.
00:01:35: Hallo,
00:01:35: hallo, grüß dich schön.
00:01:36: das war mal wieder Rion Steffen.
00:01:39: Ich hatte es in meiner Anmoderation schon gesagt Ihr seid als Unternehmen sehr stark gewachsen in den letzten Jahren.
00:01:46: Wenn wir mal so ein paar Jahre zurückblicken wie begann denn eure Digitalisierungsreise?
00:01:51: Also war sie genau geplant oder war das eher so grow on the go, wie man so schön sagt.
00:01:57: Ja also wir sind ja ein Unternehmen das eher sagen wir mal in sehr tradierten konservativen Produktsegmenten unterwegs ist und wir sind jetzt kein klassisches IT-Startup sondern sind in der Handwerksbranche tätig stellen auch physische Produkte her.
00:02:13: deswegen kam der Impuls, sagen wir mal, der Digitalisierung gar nicht so sehr über unsere Kunde oder von außen.
00:02:19: Sondern wir haben tatsächlich vor ungefähr zehn Jahren durch ein sehr stark internationales Wachstum festgestellt, dass wir auch die Gesellschaften und die Kollegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander stärker vernetzen müssen.
00:02:33: Wir haben dann in erste Kollaborationsplattformen investiert, die es uns eben ermöglicht haben, Projektgruppen stärker miteinander zu vernetzen digital Aber eben auch erste, sagen wir mal, Gehversuche im Bereich von Webshops zu gehen wo wir festgestellt haben.
00:02:53: Was ist denn tatsächlich wenn wir unsere Produkte die bisher immer sehr stark über den physischen Kanal vertrieben wurden?
00:03:00: Was wäre dann eine digitale Journey zu unseren Kunden gegebenen Fall sogar zu einem Endkunden, zu einem privaten Endkund?
00:03:09: das war so Wie gesagt, so in den frühen Zehnerjahren wo eben auch das Thema E-Commerce, Webshop, Amazon immer stärker kamen und wir tatsächlich das erste Mal von außen angesprochen wurden ob wir denn da grundsätzlich Interesse hätten.
00:03:26: Und bereit wären unsere Produkte auch digital zu vertreiben.
00:03:31: Welche Rolle spielt jetzt im Nachgang die Digitalisierung für euer Wachstum oder fürs starke Wachztum?
00:03:37: War es zum mitten entscheidender Faktor?
00:03:40: Also es war sicherlich ein entscheidender Faktor, um sicherzustellen dass eben die Wachstumsgeschwindigkeit nachher nicht eingebremst wird durch strukturelle Schwächen oder sagen wir mal struktorelle Roadblocks.
00:03:53: Wir haben unser ERP-System dann sehr stark aufgebohrt.
00:03:57: vor zehn Jahren haben digitale Kanäle entwickelt über die unsere Kunden beispielsweise auch bestellen konnten.
00:04:04: also wir hatten in der Vergangenheit immer die Situation das Beispielsweise, wenn ein Kunde telefonisch bestellt hat dann im Kundenservice jemand stand oder so was der dann die Bestellung manuell händisch eintippen musste.
00:04:18: und durch eine digitale Plattform, die wir entwickelt lassen haben.
00:04:22: Haben wir jetzt die Möglichkeit seit einigen Jahren auch schon dass zum Beispiel unabhängig ob die Beställungen per Fax, per Telefon, per WhatsApp, per E-Mail reinkommt alles quasi über eine OCR-Soft wäre digitalisiert und dann eben so aufbereitet wird, dass es direkt in unser ERP-System eingespielt wird.
00:04:41: Und dann haben wir nur noch – ich sage jetzt mal – in zehn oder in einem von zehn Fällen haben wir da nochmal die Notwendigkeit, dass wir manuell prüfen oder einen Quercheck machen.
00:04:52: Also das ist eigentlich, sagen wir mal sicherlich, die größte Triebväter gewesen bisher.
00:04:58: Deswegen ist man auch eine starke Digitalisierungs-Roadmap verfolgt haben.
00:05:04: Weil wir einfach festgestellt haben, du musst in der Wachstumsphase wo du sehr stark dich mit Märkten beschäftigst zur Umsatze wachsen musst du natürlich sicherstellen dass das Kostenwachstum nicht linear mit dem Umsatzwachstum verläuft sondern idealerweise deutlich geringer.
00:05:21: nur dann steigert sich deine Profitabilität und dann bist du natürlich wieder an der Lage in neue Technologien, neue Märkte zu investieren.
00:05:30: Also klingt schon auch nach einem pragmatischen Weg würde ich jetzt mal sagen.
00:05:35: Andreas vielleicht in deiner Richtung gefragt warum ist dieser organisch gewachsene digitalisierung im Mittelstand fast der Normalfall?
00:05:47: Was denkst du?
00:05:50: Das ist eben genau wie Philipp gesagt hat und Digitalisierung ist eben ja auch kein feststehender Begriff, sondern die Digitalisierungsreise.
00:05:58: Wie wir hier oft sagen ging ja vor vielen Jahren los und dementsprechend außer ich bin das genannte Startup mache ich das selten auch im Greenfield Sondern setze auf das Auf was ich schon habe war sich an IT Prozessen an digitalisierung schon habe und baue das weiter aus.
00:06:15: Und insofern, dass das sozusagen Schritt für Schritt passiert ist eben gerade im Mittelstand der Normalfall.
00:06:21: Man will auf das auch aufsetzen wo man früher schon investiert hat.
00:06:25: und das zweite ist – und das fand ich von Philipp jetzt ein gutes Beispiel – dass es sozusagen aus der Logik des Geschäfts herausgetrieben wird und auch das ist ja eher ein evolutionärer Ansatz.
00:06:36: Das heißt was brauche ich um Wachstum zu enablen?
00:06:41: eben nicht die Kosten gleichzeitig in der gleichen Form hoch mitskalieren oder quasi die Prozesse, oder die Leistungsfähigkeit zum Bottleneck für Wachstum wird.
00:06:50: Und insofern ist es gerade im Mittelstand finde ich auch ein sehr gesunder Ansatz dieses Du hast es grow on the go genannt.
00:06:57: auf der anderen Seite muss man natürlich schon in der Lage sein weiter voraus zu denken um quasi nicht falsch abzubiegen an irgendwann technologisch einer Sackgasse zu stecken und das ist halt glaube ich das Spannungsfeld indem er immer.
00:07:11: Also grundsätzlich strategischer weiterzudenken und zu sagen, wo geht es technologisch auch hin?
00:07:16: Was ist die Technologisierung oder die Digitalisierung der nächsten Jahre?
00:07:20: aber auch auf das Aufzusetzen was man schon hat.
00:07:22: Und daraus eine gute Roadmap zu bauen!
00:07:24: Das sind die Kunst, die wir sehen, die diese erfolgreich digitalisierende Unternehmen eigentlich alle haben, diese Roadmap gutzugestalten.
00:07:33: Mit dieser Roadmap sich nochmal mal genau betrachtet, Philipp war denn euer Weg Der Weg der Roadmap im Nachgang betrachtet gut so für euch.
00:07:43: Grundsätzlich war es sicherlich richtig und wichtig, dass wir uns vor über zehn Jahren schon mit dem Thema Digitalisierung Prozesseffizienzsteigung über Digitalisierung beschäftigt haben.
00:07:55: Was wir sicherlich aus heutiger Sicht anders machen würden ist, wir haben eben dadurch das auch viele Zentralfunktionen gerade im IT-Umfeld bei uns hier im Hauptsitz in Ulm verankert sind sehr viel aus Ulm heraus, aus Deutschland heraus entwickelt Und haben dann erst den zweiten Schritt, da haben wir die Tochtergesellschaften im Ausland dazugenommen.
00:08:16: Wir sind heute in über fünfzig Ländern mit eigenen Gesellschaften tätig und mittlerweile stellen wir fest dass wir da in der Implementierung neuer IT-Tools zwei Geschwindigkeiten aufgebaut haben und oftmals – das haben wir total unterschätzt muss man sagen – oftmals in den Ländern gar kein so geringes IT Know How besteht.
00:08:37: also In den Niederlanden beispielsweise eine Tochtergesellschaft, die heute dreißig Prozent ihres Jahresumsatzes über eigene Webshops abbildet.
00:08:48: Das ist deutlich mehr wie in allen anderen Gesellschaften.
00:08:52: Sie haben es auch geschafft und gewissweit gegebenenfalls auch ein Kundenklientel das eben deutlich affiner ist über E-Commerce Plattform zu bestellen als in anderen Ländern.
00:09:01: Das heißt, da hat sich über die Jahre in unserer Gesellschaft in Holland so ein gewisser IT oder E-Commerce entwickelt und das dann stärker auch einzubinden.
00:09:11: In den Tätigkeiten, auch in konzeptionelle Überlegungen der Muttergesellschaft – das ist ganz wichtig!
00:09:19: Haben wir sicherlich über die Jahre hinweg etwas vernachlässigt, aber jetzt haben wir auch entsprechende Gremien gebildet.
00:09:25: Wenn es eben um neue Software-Lösungen generell auch um die Digitalisierungsstrategie gibt, um eben die Bedürfnisse der Tochtergesellschaften im Ausland da frühzeitig mit einzubunden und nicht erst einer Lösung zu arbeiten, die dann für Deutschland ein Perfect Fit ist, um dann im zweiten Schritt festzustellen... Ja, aber fürs Ausland passt dann eben doch nicht ganz.
00:09:49: Und dann bist du auf der Ziellinie eigentlich dabei nochmal auf eine Fünfzig-Prozent-Stufe zurückzugehen um dann eben gewisse Vorentscheidungen noch mal zu revidieren und anzupassen bremst dann eigentlich solche Projekte ein, weil das haben wir auch festgestellt.
00:10:06: Also Digitalisierungslösungen müssen von vornherein gruppenweit gedacht werden, sonst kommst du automatisch wieder in Insel-Lösungen, weil der Geschäftsführer am Standort XYZ sagt naja für mich passt es nicht ich such' nur was Eigenes und ich möchte vielleicht sogar schneller sein, weil ich betrachte meine Bedürfnisse.
00:10:26: Was die Gruppe braucht ist mir erstmal zweitrangig wichtig.
00:10:30: Also da gibt es einen hohen Abstimmungsbedarf innerhalb des Konzerns, innerhalb der Gruppe und eben man muss auf frühzeitigem Verständnis dafür entwickeln.
00:10:38: Auf beiden Seiten sowohl in der Motorgesellschaft wie auch an Enttochtergesellschaften dass es eine einheitliche Lösung gibt und keine Insellösungen und Individuallösung weil die nicht nur in der Implementierung deutlich aufwendiger sind sondern vor allem später dann auch in der Atmosphäre.
00:10:55: Das kann ich eigentlich jedem Unternehmen, ob das jetzt unsere Größe ist oder ich glaube auch schon bei zehn Gesellschaften in einer Gruppe wird es spiegelbildig dass sich unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Konzeption aber auch in der Implementierung von Digitalisierung entstehen und das muss man einfach von vornherein klar machen.
00:11:16: Das gibt nur den gemeinsamen Weg und da muss man eben dann viele Stakeholder frühzeitig einbinden und dann funktioniert er schon.
00:11:24: Das finde ich eine super spannende Lernkurve, was du beschreibst.
00:11:27: Weil das ist auch ein Thema, was Mittelstand ja auszeichnet, genau diese Flexibilität oder Offenheit
00:11:34: auch
00:11:34: Chancen aus Tochtergesellschaft zu nutzen, Fähigkeiten die dort schon sind mitzunehmen und nicht zwingend immer zu sagen wir sind hier die Konzernzentrale Wir gehen voraus und alle anderen müssen folgen.
00:11:45: Das sind dann so Lehrernings, wo kriegt man auch eine gute Agilität hin.
00:11:49: In Märkten, wo man flexibel ist manchmal Piloten zu nutzen und so weiter das sehen wir öfters dass gerade auch Mittelständler die sehr international sind da eine unheimliche Dynamik schaffen mit ihren Töchtern auch hinzukriegen und weniger diese Konzernlogik an den Tag legen.
00:12:05: Das ist sehr spannend!
00:12:07: Jetzt hast du, Andreas ja auch schon erwähnt, dass Philip genauso bestätigt.
00:12:11: Dass diese Reise natürlich noch lange nicht zu Ende ist ne?
00:12:14: Also es geht noch um einiges weiter und da gibt's natürlich auch Themen die stark im Mittelpunkt stehen.
00:12:21: wir haben im Vorgespräch Philip über das Thema KI künstliche Intelligenz gesprochen Ein großes Thema bei euch wie Du erzählt hast.
00:12:29: Da würde mich auch mal interessieren, wie ihr euch diesem Thema genähert habt.
00:12:33: Habt ihr das eher so ein bisschen als Experiment gemacht oder war das wirklich auch schon Teil dieser Roadmap?
00:12:38: Also diese übergreifende Strategie?
00:12:41: Es war tatsächlich Teil der übergreiftenden Digitalisierungsstrategie.
00:12:45: Wir haben ganz bewusst vor ungefähr vier Jahren bereits einen Mitarbeiter eingestellt, der sich in dem Bereich eben auskennt und da Expertise hat und haben dann gemeinsam mit unserem internen KI-Spezialisten erste Workshops im Unternehmen durchgeführt, wo wir – ich würde sagen tatsächlich spielerisch experimentell herangegangen sind das Thema KI.
00:13:12: Und erstmal informiert haben was ist denn eigentlich KI?
00:13:15: Und KI ist eben deutlich mehr als GPTs.
00:13:19: Aber wir haben dann auch festgestellt, man muss einfach mal beginnen sich mit künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen.
00:13:27: Jede Abteilung jedem Bereich im Unternehmen die Möglichkeit zu geben, mal Versicht zu erarbeiten.
00:13:32: wo könnte denn künstliche Intelligenze mir weiterhelfen in meinem täglichen Doing?
00:13:38: was vor allem von Unternehmensführungen ganz wichtig war um da gewissermaßen vornherein Klarheit zu schaffen die Nutzung von KI in Unternehmen und das habe ich immer wieder betont bei solchen Veranstaltungen, denen eben nicht dazu dass wir Arbeitsplätze ersetzen sondern wir wollen mit dem Einsatz von KI ganz bewusst unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben.
00:14:02: Dass sie Standardprozesse automatisieren und dadurch mehr Zeit auch für strategische kreative Tätigkeiten haben.
00:14:14: Das haben wir festgestellt.
00:14:15: Das hat unglaublich dazu beigetragen, dass sich jeder – ich sage jetzt mal unbelastet mit dem Thema KI beschäftigt weil das ja schon so die eingängige Meinung auch teilweise in den Medien ist, dass durch KI viele Jobs ersetzt werden und neue Jobs entstehen aber jetzt weniger in einem tradierten Umfeld wie wir tätig sind.
00:14:37: Wir haben dann alle Abteilungsleite hier am Standort in Ulm eingeladen, mal sich unter, sagen wir mal Anleitung und Moderationen sich mal Gedanken zu machen.
00:14:47: was könnten sie denn so KI-Use Cases sein.
00:14:50: Da kam eine ganz interessante Ansätze heraus wie man beispielsweise mit GPTs im Marketing gewisse Kommunikationspakete automatisiert schnüren lassen kann.
00:15:03: Ich habe zum Beispiel ein Neuprodukt, möchte das über unterschiedliche Kommunikation Kanäle, Social Media Kanälen kommunizieren und da haben wir dann Prompts geschrieben wie eben das entsprechend der jeweiligen Portionierung für tiktok Facebook LinkedIn speziell ausgeleitet werden kann.
00:15:21: Das saß bisher tatsächlich immer jemand bei uns im Marketing in der Redaktion, der das eben eben entsprechend zusammengeschrieben hat.
00:15:30: solche Ausleitungen machen wir jetzt digitalisierten.
00:15:33: Zweites Beispiel, was sich daraus ergeben hat ist dass wir im Bereich der Logistik in den USA die Herausforderung haben das wir frostsensible Produkte haben und aufgrund der Entfernung vom Süden der USA bis nach Kanada hast du gewisse Jahreszeiten wo wir dann immer temperaturgeschätzte Transporte beauftragt haben mit entsprechenden Mehrkosten.
00:15:54: mittlerweile haben wir ein KI-Tool entwickelt Bezugnahme auf verschiedene Sendungsdaten, Wetterdaten ermöglicht von vornherein schon zu prognosizieren ob wir jetzt einen temperaturgeschützten Transport benötigen oder nicht.
00:16:10: Das sind eben so Use-Cases die wir dann auch sehr schnell in der Organisation im Unternehmen kommuniziert haben damit eben auch andere Mitarbeiter und Mitarbeiter die sich vielleicht noch nicht mit dem Thema KI auseinander gesetzt haben sehen okay da gibt es tatsächlich belastbare Use-Cases, die auch vom Invest relativ überschaubar sind.
00:16:31: Die sogar vielleicht von unserer IT Innovation Abteilung selbst programmiert, selbst entwickelt wurden und damit steigt dann sukzessive eben im gesamten Unternehmen der Akzeptanz sich mit KI auseinanderzusetzen.
00:16:45: Das hast du auch gesagt das finde ich ja auch sehr interessant dass ihr schon vor vier Jahren jemanden eingestellt habt Nichts anderes macht, also der sich genau um dieses Thema kümmert.
00:16:54: Willst du sagen das ist auch ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor?
00:16:56: Dass es da eine zentrale Anlaufstelle gibt... Ja!
00:17:00: Also dass auf jeden Fall du brauchst einen der das Ding die Themen vorantreibt.
00:17:04: Das kann man jetzt nicht immer nur aus der Unternehmensleitung machen sondern du brauchest dann wirklich auch auf der operativen Ebene jemanden der das tut der auch Netzwerke baut.
00:17:14: Das ist auch ganz wichtig zwischen Unternehmen und das ist auch das Schöne am Mittelstand, ich erkenne da oder wir kennen immer eine sehr hohe Offenheit bei vielen anderen Unternehmen sich auszutauschen Best Practices zu teilen gegen denfalls auch mal darüber zu sprechen was nicht funktioniert wo man vielleicht auch richtig Geld verbrannt hat weil aus Fehlern Lernen ist oftmals wichtiger als aus Best Practises zu lernen.
00:17:41: Und all das ist eben die Aufgabe von unserem KI-Spezialisten.
00:17:46: und dann aber auch gewissweit, was wir jetzt entwickelt haben nach außen zu tragen und anderen Unternehmen die Möglichkeit zu geben davon zu lernen.
00:17:57: Jetzt sind wir gerade dabei dass wir uns über eine externe Beratung noch mal Input holen wie wir den beispielsweise GPTs, aber auch Software-Lösungen stärker internationalisieren können.
00:18:14: Das eben zukünftig das Gesamtunternehmen zugriffhaft auf KI Tools und dass dann auch kontinuierlich und regelmäßig nutzt.
00:18:24: Ja, das klingt nach einer ziemlich perfekten Schablone, Andreas, oder?
00:18:28: Ja, absolut.
00:18:29: Also da waren viele Sachen was Philipp gerade gesagt hat dabei wie man es eigentlich machen sollte weil wenn man mal so aus der Herausforderung oder Challenge-Brille darauf schaut ist es grade natürlich so Stichwort KI.
00:18:41: je stärker der Hype um ein Thema ist das so schwieriger wirds auch sich als Unternehmen in diesem ich nenne es immer Lärm um so ein Thema zu orientieren.
00:18:49: und man hört von außen was alles dem Thema zugeschrieben wird was zukünftig möglich sein wird.
00:18:55: andere erzählen, was andere machen und wenn man dann die Insidesicht nimmt denkt man immer away.
00:19:01: Bei mir warum funktioniert das bei mir nicht?
00:19:03: Und dies oder jenes und tatsächlich aber objektiviert ist das oft eine Desorientierung.
00:19:10: Das heißt ich bin immer so eher kritisch gegenüber diesen Hype Phasen eingestellt, wenn das sehr laut wird um ein Thema weil es eigentlich wiriger wird den Blick gut drauf zu kriegen innen konsequent sauber tun müsst und das hat Philipp perfekt beschrieben, ist eine gute Mischung aus den verschiedenen Komponenten.
00:19:28: Nämlich einerseits zentral irgendwo enablen Stichwort jemand Hauptamtlicht der das Thema treibt, der dafür sorgt wenn irgendwo Motivationsdellen sind, wenn quasi Dinge mal nicht auf Anhieb funktionieren.
00:19:42: Frustration ist da hilft es zu lösen weil sonst werden die Dingen halt schnell auch wieder zur Seite gelegt.
00:19:48: Funktioniert nicht.
00:19:48: ähnlich machen wir so wie früher Gleichzeitig aber auch und das hattest du ja auch gesagt eine gute Dezentralität, die Menschen mitzunehmen.
00:19:55: Und zu sagen probiert einfach aus guckt was ihr in eurem Alltag damit erreichen könnt und eine gewisse Dezentrallität also neben diesem zentralen Treiber dass alles an sich zu reißen funktioniert umgekehrt genauso wenig.
00:20:08: und dann ein gutes Beispiel ist denn sozusagen wie blicke ich auf das was ich kenne nämlich einerseits natürlich Dinge in dem Fall zu automatisieren Und ich finde ist eine Unterscheidung im Wörding wichtig.
00:20:22: Es sind ja nicht Jobs, die ersetzt werden sondern Tätigkeiten werden eigentlich ersetzt also Dinge, die man bisher manuell gemacht hat macht jetzt die KI, macht die Maschine und diese Tätigkeit.
00:20:34: Automatisierung gibt mir... Platz für neue Tätigkeiten.
00:20:37: Aber der Job fällt nicht weg und das hat eigentlich schon immer stattgefunden, diesen Unterschied in Menschen bewusst zu machen.
00:20:42: Wir reden nicht über den Job sondern wir reden eigentlich über Tätigkeit und schauen mal auf deine Tätigkeiten.
00:20:46: was kannst du davon machen?
00:20:48: Und was gibt dir das dann auch wieder Luft?
00:20:50: Das ist ein wichtiger Teil.
00:20:52: so schaue ich oft dass was heute Teil des Prozesses ist und dann fand ich euer Beispiel mit den temperatur geführten Transporten aber auch gut, dann aber auch zu hinterfragen Was kann ich mir der Technologie ganz anders machen?
00:21:05: Weil ihr hättet ja auch historische und viele Disponenten hinsetzen können, die jeden Tag die Wettervorhersage checken.
00:21:10: Um sie zu unterscheiden nutze ich jetzt einen temperaturgeführten Transport oder nicht würde sich aber gar nicht rechnen.
00:21:16: Und jetzt habe ich eine KI ganz kosten gleich null Die kann ich das plötzlich machen lassen.
00:21:21: Das heißt Ich kann eigentlich um die Ecke denken und sagen Nicht mehr nur dass automatisieren wie ich heute arbeite Sondern wie kann ich auch anders arbeiten weil technologisch gesehen neue Möglichkeiten entstehen und dann das Geschäft quasi anders aufzusetzen.
00:21:34: Und du hast jetzt quasi vereinfacht gesagt, tausend Wetterfrösche die jeden Tag bei jeder Sendung mit draufgucken und kurz die Entscheidung treffen, Temperatur geführter Transporter nicht.
00:21:43: Das ist so ein gutes Beispiel finde ich für einmal um die Ecke gedacht.
00:21:47: Absolut!
00:21:47: Da sieht man ja auch wo KI dann wirklich ganz konkret auch entlastet.
00:21:52: bei euch Philipp.
00:21:55: Kostenkomponente kommt noch eins dazu, temperaturgeführte Fahrzeuge zu finden ist deutlich schwieriger.
00:22:02: Das heißt wir konnten jetzt sogar den Service Level erhöhen weil wir eben nicht mehr... drei bis fünf Tage Gestellungszeit haben, sondern wir können dann eben wenn die Karri und sagt also auf Basis der prognostizierten Wetterdaten braucht ihr für diese und jene Sendung keine temperatur geführten Fahrzeuge.
00:22:22: Dann können wir halt am nächsten Tag verladen und sie war schon deutlich schneller beim Kunden ja.
00:22:27: Das heißt auch der Kunde hat einen Mehrwert nicht nur wir im Hinblick auf Kosten-Einsparungen, sondern auch der Kunde in Form von erhöhten Service Levels.
00:22:37: Und das ist dann glaube ich genau die Win-Win-Situation, die KI eben so interessant macht.
00:22:43: Perfekte Stichwort Philip!
00:22:44: Weil das wäre mich genau die nächste Perspektive, die ich mal ansprechen wollte denn du hast ja sehr schön auch die Innenansicht geschildert.
00:22:51: wenn wir jetzt mal ein bisschen die Außenansicht dazu nehmen also eben auch die Kundenperspektive was würdest du sagen wie verändert KI oder auch generell das Thema Digitalisierung?
00:23:00: die Arbeitsweise eurer Kunden?
00:23:03: Ja, das ist ein spannendes Thema.
00:23:04: Das mussten wir auch lernen.
00:23:07: Wir sind wie ich eingangs auch schon sagte in einem sehr konservativen Marktumfeld und da musst du die Kunden wirklich sukzessive mitnehmen auf die Reise und da auch akzeptieren dass es eben auch mal mehrere Gespräche bedarf bis der Kunde überzeugt ist eben sich auch mit der Digitalisierung in seinem Unternehmen zu beschäftigen.
00:23:28: Wir haben das ganz stark gesehen eben in der Corona-Pandemie, wo wir sehr schnell auch umgestellt haben auf digitale Formate was Kundenschulungen anbelangt.
00:23:39: Was die Kundenkommunikation generell anbelankt weil es waren keine Vorortbesuche bei Kunden mehr möglich.
00:23:45: Es waren keine Baustellentermine oder nur noch im absoluten Notfall möglich und da musst du andere Formate wählen.
00:23:52: Und da den Kunden überhaupt mal dazu zu bringen, sich vor dem Rechner zu setzen und eine Produktschulung irgendwie digital zu konsumieren.
00:24:01: Das war rein technisch teilweise schon eine Herausforderung weil er gar nicht wusste wie er sich auf die einzelnen Plattformen einloggt um eben dann eine Kundenschulung oder eine Produkt-Schulung nutzen zu können.
00:24:15: Also da haben wir schon festgestellt das sind Unsere Kunden noch sehr weit weg gewesen von dem Thema Digitalisierung.
00:24:22: Das hat sich dann aber... Es geht mir in den kleinen Hürden schon los und wir haben aber auch festgestellt, oder nicht nur vermutlich da war dann wirklich Corona ein richtiger Katalysator es gab ja keine Alternativen mehr.
00:24:37: Es konnte sich ja auch keiner mehr herausreden und sagen nee bei mir funktioniert das nicht kommt mal wieder persönlich vorbei sondern du musst es dich ja damit beschäftigen.
00:24:50: Das hat im Nachhinein dann tatsächlich dazu geführt, dass wir es auch nachhaltig über Corona hinweg geschafft haben, das wir eben unsere Kunden dazu gebracht haben, stärker ins digitale Zeitall zu gehen.
00:25:03: Wir haben vor zwei Jahren ein Kundenbindungsprogramm aller Payback eingeführt wo der Kunde über eine App Punkte sammeln kann.
00:25:15: vor fünf Jahren auch noch unmöglich gewesen.
00:25:19: Und dass der Kunde sich aus unserem Ökosystem eine App runterlädt und sich darüber dann eben auch informiert über neue Produkte, über neue Veranstaltungsformate – das war in der Vergangenheit eigentlich immer sehr persönliches Geschäft ist es heute sicherlich auch.
00:25:38: ich glaube durch die Digitalisierung werden die persönlichen Kontakte eher noch wichtiger aber eben deutlich zielgerichteter.
00:25:46: Und insofern sind wir da mittlerweile eigentlich guter Dinge, dass wir auch weitere digitale Angebote stärker für unsere Kunden in Richtung unserer Kunden schnüren werden – auch wenn muss man dazu sagen, unsere Produkte immer stationär und offline bleiben.
00:26:06: Aber wir sind natürlich auch momentan dabei, uns Gedanken zu machen was könnten denn eben auch digitale Angebote sein, die für den Kunden von unserem Mehrwert bieten und darüber dann eben gewingen falls auch eine zusätzlichen Revenue Stream oder zusätzliche Kundenbindung generieren zu können.
00:26:27: Das hat ja auch unheimlich viel mit Akzeptanz zu tun, du hast es auch gesagt ne?
00:26:30: So eine Akzeptant auf eurer Seite was ihr Mitarbeiter betrifft aber natürlich auch auf der Kundenseite Andreas Wie würdest du das einschätzen aus deiner Perspektive?
00:26:38: Ist diese Akzeptanz mittlerweile einfach da, hat die sich gut entwickelt oder ist da noch ein weiter Weg zu gehen.
00:26:45: Also nach meiner Fahrung ist Akzeptance immer vor jeder technischen Änderung oder was kann man sagen generell für jede Änderungen immer so eine kleine Hürde über die du drüber musst und teilweise staunt man über die eigentlichen Ursachen.
00:27:00: Philipp Herzgrad gut gesagt, manchmal sind es so die kleinen Dinge, die dann echt die Akzeptanz von irgendeinem Thema massiv erschweren oder torpedoidieren.
00:27:08: Und wenn du die plötzlich abstellst, dann kommst du über diese Schwelle drüber und das muss man eben einerseits mit einer notwendigen Nachhaltigkeit ... Du hast es gesagt Corona hat da quasi einen Zwangskatalysator erzeugt oder halt entsprechend mit so einem Push und dann entsteht oft zu dieser dieser kleine Rutscher über diesen Hügel und dann rollts von alleine, kann man fast sagen.
00:27:31: Und irgendwie nach einer gewissen Zeit kann sich das auch keiner mehr wegdenken.
00:27:35: Das muss man sich bei Digitalisierung immer bewusst sein.
00:27:38: nur weil etwas nicht auf den ersten Blick sofort auf eine Arme stößt, muss es nicht funktionieren sondern manchmal brauche ich eben diesen Anschub so nochmal extra wo ich mir fragen muss was motiviert den Kunden?
00:27:52: sich damit zu beschäftigen, diesen Schritt zu gehen.
00:27:54: Sich mit den ersten paar Issus vielleicht auseinanderzusetzen solange bis es funktioniert.
00:27:58: Wie kriege ich ihn über diese Schwelle?
00:28:00: Und das zeichnet auch viele erfolgreiche Digitalisierer aus dass wir so quasi den ein oder anderen Trick dann angewendet haben um diese Schwellen zu überwinden.
00:28:09: Was würdest du sagen für die Pappe dieser Schwelle überwunden?
00:28:12: Ich würde sagen, ja wir haben sie überwunden.
00:28:16: Ich glaube nur dass es in der Zukunft noch weiterer Schwellen gibt.
00:28:19: also mit jeder neuen Technologie gibt das eben wieder eine neue Barriere.
00:28:24: oder bin ich wieder in diesem Change Prozess wo ich eben wiederum Mitarbeiter und Kunden davon überzeugen muss dann gemeinsam weg mit uns zu gehen?
00:28:35: Aber was sind jetzt die aktuellen Digitalisierung-Stand bei uns im Unternehmen anblängen.
00:28:43: Echt zuversichtlich, dass wir da am Gleichtag jetzt auch mit unseren Kunden mitgehen können.
00:28:47: Ja.
00:28:48: Dazu passt ja auch sehr gut das Thema Data Driven Company aus so einem Buzzword wie man so schön sagt.
00:28:54: Andreas was heißt es denn?
00:28:56: Also was bedeutet Datatriven Company über den normalen Dashboards hinaus?
00:29:03: ist natürlich auch wieder hier nicht totally new.
00:29:06: Wir arbeiten alle schon lange mit den Daten, die in unseren Applikationen und Systemen existieren.
00:29:12: Was sich ein Stück weit geändert hat, ist natürlich die Geschwindigkeit, mit denen du Daten nutzbar machen kannst und die Technologien wie Daten auch verarbeitet werden.
00:29:22: Und das es im Endeffekt bringt uns in diese Data Driven Idee.
00:29:27: Früher war es eher so, dass der Mensch sich überlegt hat welche Daten brauche ich um diese Odeine Entscheidung zu treffen oder diesen Odeinen Prozess zu steuern.
00:29:35: Also sozusagen wir haben vorgedacht und haben uns dann die Daten besorgt.
00:29:38: Inzwischen ist es so das ich technologisch die Daten sprechen lassen kann oder was sagt er jetzt auch ein bisschen lustig talk to your data also sozusagen selber schauen kann wo sind Muster in meinen Daten?
00:29:52: Die vielleicht einen Sachverhalt oder eine Dynamik möglich machen die ich so gar nicht gesehen habe und so weiter.
00:29:58: Und das kennen wir alle, dass eigentlich Daten, die ganz andere Sachverhalte ursprünglich mal darstellen plötzlich genutzt werden um etwas anderes damit zu tun.
00:30:07: Und daraus Rückschlüsse zu ziehen.
00:30:09: da sind quasi moderne Datenanalysen und die Algorithmen, die jetzt auch die KI-Welt mit sich bringt und deswegen geht es natürlich ganz eng einher Nutzung von KI einerseits und auch Pflege und Entwicklung der Daten, um das gut tun zu können.
00:30:25: Und das ist eigentlich das Neue, dass wir technisch in der Lage sind, Daten noch besser anders zu verwenden und über das hinaus quasi Impulse zu generieren was wir uns selber einfallen lassen und damit wird es ganz deutlich proaktiveres, dynamischeres Vorgehen als in der Vergangenheit wo man sozusagen die Daten den Ideen hat einfach nur folgen lassen.
00:30:48: Inzwischen können Daten eigentlich Ideen generieren.
00:30:52: Wo steht ihr da heute, Philipp?
00:30:54: Also wenn du mal überlegst wo habt ihr angefangen beim Thema Daten als ihr mit der KI gestartet seid und würdest das heute sehen wie weit seid ihr heute.
00:31:04: Also ich glaube grundsätzlich, wie Andreas gerade sagt ist ja das Thema Daten nicht ganz neu.
00:31:10: als jeder der ein ERP-System SAP oder was auch immer nutzt.
00:31:13: Ist sich durchaus bewusst wie wichtig Daten sind?
00:31:16: Wie wichtig Datenqualität vor allem ist.
00:31:19: aber gerade der Punkt Datenqualitet bekommt meiner Meinung nach einen immer höheren Stellenwert weil Begrenzte oder nicht optimale Datenqualität in der Vergangenheit noch manuell korrigiert werden konnte.
00:31:35: Materialstammendatensatz passt einen Eintrag nicht, das fällt dann bei der ersten Bestellung auf und wird vom Kunden-Service oder Produktmanagement entsprechend nachgefasst.
00:31:46: Dann ist es korrigierter, ein Kunde schickt eine Bestellungen rein, da passt eine Materialnummer nicht, dann wird das eben auch händisch.
00:31:52: vom Kunden-Service korrigiert.
00:31:54: Wenn wir Daten im Zusammenhang mit KI, mit Data Mining, mit komplexen KI Tools uns anschauen dann funktioniert es halt nicht mehr weil ich so viele Daten erhändle auch sozusagen mal Unternehmensübergreifen.
00:32:10: dass ich nicht ständig manuell nachkorrigieren kann und da kann jetzt natürlich auch eine KI drüber laufen lassen ist klar.
00:32:18: das sehen wir momentan eben noch.
00:32:21: die KI gewisse Einschränkungen hat, weil die KI gerne auch mal haluziniert.
00:32:26: Und wenn sie eben feststellt an dem Datensatz passt was nicht.
00:32:30: das ist nach jetzt sagen wir mal gewissen Logiken nicht stimmig dann wird die KI das korrigieren aber eben nicht zwingend so wie du das möchtest.
00:32:41: ja und es wird dann immer interessanter wenn wir mehr in technische Details einsteigen gerade was unsere Produkte anbelangt.
00:32:47: da haben wir's nämlich auch schon Bei gewissen Rezepturoptimierungen mal eingesetzt und es ist ganz spannend was da dann am Ende rauskommt.
00:32:56: Das Schöne ist nur KI kann ich trainieren, das heißt ich habe jetzt einen Initialaufwand weiß aber je mehr Trainingsdat nicht einkippe in mein KI-Tool umso genauer wird es so weniger halluciniert meinen Tool am Ende eines gewissen Zeitraums.
00:33:13: Also das, wie gesagt ist wichtig.
00:33:16: Die Daten müssen gut aufbereitet und gut strukturiert sein.
00:33:21: auch über die Gruppe hinweg brauche ich eine einheitliche Datenstruktur und da wo die Daten eben noch unzureichend sind muss ich sie eben sukzessive anreichern vervollständigen korrigieren und dann lässt sich tatsächlich auch was die Business Performance anbelangt oder Bewertung der Business Performance.
00:33:43: Da zu nutzen wir es jetzt auch schon, dass wir uns über exogene Konjunkturdaten regelmäßig benchmarken wie unser Geschäft in einzelnen Gesellschaften, in einzelne Ländern verläuft ob wird tatsächlich schneller wieder marktwachsen, mangt Anteile dazu gewinnen oder nicht.
00:34:00: und dafür muss ich eben aber auch einen internen Datensatz haben, der über alle Länder hinweg identisch strukturiert ist.
00:34:09: Sonst wird es eben auch für eine KI gespürig.
00:34:11: Ich
00:34:13: sehe auch genau das was Andreas eben auch schon gesagt hat ne?
00:34:15: Das ist so ja auch wirklich wichtig.
00:34:18: nicht nur wichtig eigentlich sogar entscheidend wie du das Ganze auch verzahnst.
00:34:22: Wie du die Datenaufbereitung oder generell das Thema KI und Datenaufbreitung verzahnt.
00:34:27: Ja Andreas?
00:34:29: Was ich in letzter Zeit halt noch getan habe sehr positiv für diese Ansätze, wo ich data-driven dann arbeiten kann ist dass sich mich eigentlich um die Bedeutung der Daten was Philipp sagt besser kümmern kann.
00:34:42: Ich muss also sicherstellen das sie sozusagen in ihrer Aussage korrekt sind ja.
00:34:47: Das was ich
00:34:47: früher aber auch sehr viel Energie reingesteckt habe, dass sie so sagen auf den Ebenen unterhalb der Semantik korrekte waren.
00:34:54: Also es ist das sagen wir das der Sünntags gestimmt hat präzise gemappt wurde, dieses Datum ist in dem System so.
00:35:02: Diese ganze technische Arbeit wird in Zuge von den Möglichkeiten die moderne semantische Datenplattformen auch haben immer besser nutzbar.
00:35:12: Das heißt ich kann mich eigentlich stärker irgendwie Aussage um die Qualität kümmern als sozusagen diese technische Data Maintenance darunter und das ist auch die weite Entwicklung wo wir kommen vom reinen Daten sammeln.
00:35:24: dann wurde halt irgendwo Data Lakes die Daten gehotet, aber man konnte sie nicht richtig nutzen weil Sie in Ihrer Bedeutung schwierig waren zu interpretieren und da kommt man jetzt deutlich besser vorwärts.
00:35:35: Weil sozusagen die Technik darunter einem viele Aufgaben schon abnimmt und das ermöglicht echt zurzeit auch viele Elemente zusätzlich.
00:35:43: und Philipp hat noch was weiteres Wichtiges angesprochen, was wir jetzt zur Zeit sehen.
00:35:47: Die Zuführung externer Daten wird dadurch auch viel leichter, weil ich nicht mehr nur auf meinem eigenen Datensatz arbeiten will sondern das war es mal so Open Source Intelligence, also Osint-Daten nennt.
00:35:57: Ich kann Daten von außen hinzuführen und dann eigentlich Analysen mit einem deutlich erweiterten Datenstand führen.
00:36:04: Und das gibt auch genau diese neuen Erkenntnisse wo ich aus meinen eigenen und vielleicht exogenen Daten ganz neue Ideen generieren kann auf die bisher so nicht gekommen bin und besser steuern kann, prädiktiver sein kann oder ähnliches.
00:36:17: Das ist eigentlich den Fortschritt, den man in letzter Zeit hauptsächlich in diesem Data Driven Thema sieht.
00:36:23: Das bringt uns auch gleichzeitig zum Abschluss und zum Ausblick, also Zielgeraden unseres heutigen Podcasts.
00:36:30: Philipp, wenn du mal kurz nachdenkst wo siehst du denn konkret das größte KI-Potenzial für die Zukunft?
00:36:38: Also jetzt gerade noch einmal in dem Sinne gesprochen dass ihr ja nunmal jemanden habt der nichts anderes tut bei euch und der sehr sicher jetzt auch Schwerpunkte hat um dir sich jetzt auch für die zukunft kümmert
00:36:50: Also das größte Protizial generell in Unternehmen, aber auch bei uns ist sicherlich dass man die Daten, die zur Verfügung stehen wirklich strukturiert nutzt.
00:36:59: Wir haben eben festgestellt viele Daten nehmen wir zum Beispiel mal unsere Entwicklungsabteilung.
00:37:05: Viele Informationen über Tests zb mit Rohstoffalternativen sind bei uns vorhanden.
00:37:12: Es ist aber dann, wenn es zum Beispiel dazu kommt dass wir in Lieferengpässe kommen oder Versorgungsengpäse wie vor zweieinhalb Jahren mit dem Ukrainekrieg und den massiven Rohstoffverteuerung damals durch die Energiepreissteigung.
00:37:28: Dann greift eben der Mitarbeiter doch eher auf das zurück was ihm gerade in dem Moment präsent ist.
00:37:36: Aber die Lösung liegt vielleicht viel weiter in der Vergangenheit.
00:37:40: Das ist aber in dem Moment einfach nicht greifbar.
00:37:44: und da glaube ich tatsächlich, dass wir ein unglaublich hohes Potenzial haben in der Produktentwicklung, in der Stärkung des Unternehmens, in herausfordernden Zeiten wo die Komplexität eher dazu führt gewisse Informationen gar nicht nutze oder eben auch zum Beispiel Produktentwicklungen dann erst mal verschieben muss.
00:38:15: Das haben wir eben auch gesehen, dass Vor drei Jahren, als wir viele Rohstoffe umstellen mussten, dann so stark beschäftigt waren im Unternehmen die Lieferfähigkeit sicherzustellen dass alle Innovationsprojekte oder ein Großteil der Innovations-Projekte erst mal ausgelegt werden mussten.
00:38:33: Und das ist eigentlich unsere oder auch meine persönliche Erwartungshaltung im Einsatz mit KI dass ich so Tätigkeiten wie beispielsweise suche mir einen Rohstoff für eine gewisse Rezeptur.
00:38:45: Ich habe dafür folgende technische Anforderungen und entwickle mir daraus die bestmöglichen Rohstoff-Mix oder die best mögliche Rezepturen auf Basis vorangegangener Tests und, sagen wir mal interner Bestätigung das eben gewisse Rohstoffmixte durchgeführt werden können.
00:39:06: Das ist aus meiner Sicht ein großer Mehrwert, da muss ich mit unglaublich vielen Daten hantieren.
00:39:12: Teilweise kann ich auch gewisse Produkt- oder Rohstoffkonstellationen simulieren.
00:39:18: über die Passgenauigkeit in einem Produkt muss nicht langwierige, teilweise monatelange Tests durchführen.
00:39:26: Sondern kann sowas eben im ersten Schritt mal durch die KI simulieren lassen.
00:39:31: Da spare ich natürlich unglaublich Zeit und kann dann eben weiterhin meine Ingenieure und meine Entwickler dafür einsetzen, wofür sie eigentlich eingestellt sind und zwar Neuprodukte zu entwickeln, Innovationen zu finden.
00:39:43: Das, wie gesagt, sehe ich als ganz großes Potenzial bei uns im Unternehmen.
00:39:48: Und das lässt sich natürlich in verschiedenster Art auch auf andere Branchen oder auf andere Produktsegmente übertragen.
00:39:56: Jetzt haben wir sehr viel über Wachstum, Digitalisierung, KI und Data Driven gesprochen.
00:40:03: Wenn ihr mal überlegt zum Abschluss welchen einen Rat aus eurer ganz persönlichen Erfahrungen heraus, persönliche Perspektive aus.
00:40:10: Welchen Einrat würdet ihr denn den Mittelstandler geben der genau zwischen diesen Spannungsfeldern steht?
00:40:17: Ja ich glaube es ist ganz einfach.
00:40:21: man muss einfach starten.
00:40:22: Man muss einfach den Mut haben sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nicht drauf zu warten dass es jemand anderes tut.
00:40:30: ja Und auch gleichzeitig den Mitarbeitern vertrauen, das ist auch ganz wichtig dass sie alle mündig sind und genau wissen welche Daten tatsächlich KI-fähig sind.
00:40:46: Man muss sich schon wenn man GPT ist nutzt oder auch gewissweit dann auf externe Daten zugreift.
00:40:55: Da muss man sich schon ganz bewusst sein, was für Daten setzt sich denn überhaupt ein?
00:41:00: Was bezieht sich für Daten von außen und wo könnten gegebenenfalls Daten die ich jetzt in einen LLM in eine GPT oder ähnliches einwerfe einkippe?
00:41:12: Wo könnten diese Daten den landen?
00:41:14: ja und sind das gegebenenfall sensible Unternehmensdaten die ich dann doch eher bei mir behalte.
00:41:21: Aber genau da haben wir eben auch angesetzt und gesagt, okay, wir müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür sensibilisieren.
00:41:28: Und wenn sie sehr erfolgreich sensibilisiert haben, dann wissen die schon, wie sie mit den Daten umgehen müssen.
00:41:34: Das halte ich aber für einen ganz wichtigen Punkt.
00:41:37: Da ist so mein Eindruck, da scheuen momentan noch viele Unternehmen davor eben diesen Schritt zu gehen, aber wie ich gerade schon sagte um meine Erfahrung ist kläre die Organisation auf und sie werden sehr gewissenhaft damit umgehen.
00:41:53: Ja ich kann mich Philipp Daniel anschließen und ich finde immer auch teilweise faszinierend oder auch sehr interessant wie gleichartig so typische Mittelstands-DNA es sind.
00:42:02: wir arbeiten ja auch genau für viele führende mittelständische Unternehmen und haben auch selber als Data Group die gleiche DNA Und ich hätte genanntens genau das Gleiche gesagt.
00:42:11: Du musst anfangen, sag ich mal ausprobieren, darfst dich nicht zurückwerfen lassen.
00:42:16: und das zweite was Philipp ja betont hat ist sich auf das Team stützen, auf die Dezentralität dort auch Verantwortung lassen und ein Stück vertrauen dass die Menschen dann die richtigen Dinge und Ideen haben.
00:42:28: und dann entsteht eine Stärke, die ich eigentlich über keine Zentralabteilung oder irgendeine Stabsabteilungen nachbilden kann.
00:42:34: Das finde ich bei ganz vielen unserer Kunden Mittelstand ausmacht Und so entsteht auch ein echter Wettbewerbsvorteil.
00:42:41: Also, ich kann das nur hundert Prozent unterschreiben und ohne dass ich dich gehört hatte, hatte ich die gleichen Ideen im Kopf und das ist echt spannend wie was eigentlich sozusagen unsere Hidden Champions im Mittelstand ausmacht.
00:42:54: Perfekte Schlusswort Andreas!
00:42:55: Vielen lieben Dank.
00:42:56: Ja damit sind wir am Ende unseres Podcasts.
00:42:58: Vielen Dank Philipp, vielen dank Andreas.
00:43:00: Danke euch beiden für die offenen Einblicke rund um Wachstum, Digitalisierung und natürlich auch den praktischen Einsatz von KI im Mittel stand.
00:43:08: Wünsche euch noch weiterhin alles Gute, bis zum nächsten Mal.
00:43:11: Danke!
00:43:12: Danke euch!
00:43:13: Danke,
00:43:13: ciao!
00:43:17: Ja das war unsere heutige Folge unserer Sonderserie Hitten Champions.
00:43:21: Ich nehme nochmal besonders mit dass erfolgreiche Digitalisierung selten perfekt geplant beginnt sondern oft Schritt für Schritt entsteht mit Pragmatismus Mit Lernbereitschaft und vor allem auch dem Mut neue Wege auszuprobieren.
00:43:34: Das hat Philipp sehr schön dargestellt.
00:43:35: Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert gerne unseren Podcast unboxing IT.
00:43:40: Lasst uns eine Bewertung da und teilt die Episode!
00:43:43: Weitere Folgen findet ihr auf Spotify, Apple-Podcasts und natürlich auf unserer Podcastseite.
00:43:48: Ich bin Stefan.
00:43:48: Danke fürs zuhören und bis zur nächsten Folge von Hidden Champions.
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